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Argentinien erkennt Wahlsieg der Opposition in Venezuela an

epa11496964 President of Argentina Javier Milei leaves the Elysee Palace after a bilateral meeting with French president Emmanuel Macron (unseen) ahead of the opening of the Paris 2024 Olympic Games,  ...
Javier Milei, hier bei einem Staatsbesuch in Frankreich, anerkennt den Sieg der Opposition in Venezuela.Bild: keystone

Argentiniens Präsident Milei erkennt Wahlsieg der Opposition in Venezuela an

Nach der umstrittenen Präsidentenwahl in Venezuela hat Argentinien den Sieg von Oppositionskandidat Edmundo González Urrutia anerkannt.
08.08.2024, 03:3908.08.2024, 03:39

«Das venezolanische Volk hat sich mehrheitlich für ihn ausgesprochen, und der Volkswille muss respektiert werden», teilte das Aussenministerium des südamerikanischen Landes mit.

Zudem verurteilte die Regierung des ultraliberalen Präsidenten Javier Milei die Ermittlungen gegen González und Oppositionsführerin María Corina Machado sowie die willkürlichen Festnahmen von Regierungsgegnern.

Die linientreue Wahlbehörde erklärte nach der Wahl am 28. Juli den seit 2013 regierenden autoritären Präsidenten Nicolás Maduro offiziell zum Sieger. Allerdings veröffentlichte sie bislang nicht die aufgeschlüsselten Resultate der einzelnen Stimmbezirke. Die Opposition wirft der Regierung Wahlfälschung vor und reklamiert den Sieg für ihren Kandidaten González.

Die USA und eine Reihe lateinamerikanischer Länder haben den Ex-Diplomaten bereits als Wahlsieger anerkannt. Die Europäische Union, die Organisation Amerikanischer Staaten und zahlreiche weitere Länder in der Region meldeten zumindest deutliche Zweifel an dem offiziellen Wahlergebnis an und forderten die Veröffentlichung der detaillierten Ergebnislisten.

«Ich habe keine Zweifel, dass das Regime von Maduro versucht hat, Betrug zu begehen», sagte der linke chilenische Präsident Gabriel Boric. Venezuelas Aussenminister schrieb daraufhin auf X:

«Boric stellt sich an die Seite von Milei und des US-Aussenministeriums. Er hat die Maske fallen lassen.»

(sda/dpa/con)

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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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5crambler
08.08.2024 07:59registriert Juli 2021
Man kann das eigene Volk nicht ewig lang betrügen.
Irgendwann rächt sich das und die Folge kann ein blütiger Volksaufstand sein. Siehe kürzlich in Bangladesch, gibt aber viele andere Beispiele.
Trotzdem mutig von Milei, der ja in Argentinien auch nicht unumstritten ist - aber doch immerhin regulär demokratisch gewählt wurde.
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Chibs
08.08.2024 08:08registriert April 2021
Dass selbst linke Staatspräsidenten offen von (btw: offensichtlichem) Wahlbetrug in Venezuela sprechen, sollte uns (CH, EU...) unangefochtenen Weltmeistern in Appeasement wirklich zu Denken geben.
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Puki
08.08.2024 09:01registriert August 2019
Entweder man ist für die Demokratie und verteidigt diese oder eben nicht. Man kann von ihm und seiner Politik halten was man will, aber bei seiner Wahl und bis jetzt lief alles gesetzeskonform ab.
Übrigens, sein hier viel beliebterer Vorgänger, der linkspopulistische Fernández, der sich gerne als Hüter der Frauenrechte inszenierte, wurde gerade von seiner Frau wegen körperliche und seelische Gewalt angezeigt.
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